Kodierung bei Alkoholabhängigkeit: Wie sie funktioniert, Methoden und wichtige Behandlungsphasen
Warum das Thema Kodierung bei Gesprächen über die Behandlung von Abhängigkeit so häufig auftaucht
Egal, in welcher Runde man sich befindet – ob bei einem Klassentreffen, einem Elternabend oder einem Gespräch im Café – das Thema Alkohol taucht fast immer auf seine eigene Weise auf. Manche machen scherzhafte Bemerkungen über das letzte Beisammensein, andere winken müde ab („keinen Tropfen mehr!“), und für einige ist das Thema überhaupt kein Anlass zum Lachen. Alkoholabhängigkeit ist ein hartnäckiges und komplexes Problem, das zugleich Zeit, Entschlossenheit und Unterstützung aus verschiedenen Richtungen erfordert.
Wenn von der Behandlung einer Alkoholabhängigkeit die Rede ist, wird häufig als eine der ersten Möglichkeiten die sogenannte Kodierung erwähnt. Dabei entsteht leicht der falsche Eindruck, es handle sich um eine Art „magische Lösung“: Der Arzt führt etwas durch – und das Verlangen verschwindet. In Wirklichkeit ist die Kodierung jedoch nur eine von mehreren Stufen auf dem Weg zur Abstinenz. Man kann sie mit einem Schloss an einer Tür vergleichen: Es schützt einen vor gefährlichen Situationen, lehrt aber nicht automatisch, wie man sein Leben hinter dieser Tür ohne alte Verhaltensmuster gestaltet.
Warum Methoden und Unterstützung nach dem Eingriff so wichtig sind
Warum wird den Behandlungsmethoden so viel Aufmerksamkeit geschenkt? Die Zahlen sprechen für sich: In entwickelten Ländern leiden durchschnittlich etwa 5–10 % der erwachsenen Bevölkerung an Alkoholabhängigkeit – also nahezu jeder Zehnte. Ohne angemessene Unterstützung ist das Rückfallrisiko besonders hoch: Über 70 % der Betroffenen erleben innerhalb eines Jahres einen Rückfall. Wird die Kodierung jedoch mit anschließender Rehabilitation kombiniert, kann sich dieses Risiko nahezu halbieren. Das ist zwar keine Garantie, aber deutlich besser als ohne begleitende Maßnahmen.
Welche Methoden der Kodierung gibt es
Die Kodierung bei Alkoholabhängigkeit ist kein einheitliches Verfahren. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Welche Methode ist für den einzelnen Menschen geeignet? Dies hängt von der Krankheitsphase, dem allgemeinen Gesundheitszustand und auch von persönlichen Eigenschaften ab. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Ansätze.
Medikamentöse Kodierung (auch „aversive Therapie“ genannt)
Diese Form kommt vor allem bei einer Abhängigkeit im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium zum Einsatz. Das Grundprinzip ist relativ einfach: Es wird ein Medikament verabreicht – meist auf Basis von Disulfiram oder in manchen Fällen Naltrexon –, das die körperliche Reaktion auf Alkohol deutlich verändert.
Implantation eines Medikaments („Implantat“)
Bei diesem Verfahren wird unter lokaler Betäubung über einen kleinen Hautschnitt eine Kapsel mit dem Wirkstoff eingesetzt, meist im Bereich unter dem Schulterblatt oder im Gesäßmuskel. Der Eingriff dauert in der Regel etwa zwanzig Minuten. Anschließend gibt das Implantat über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu einigen Jahren kontinuierlich geringe Mengen des Wirkstoffs in den Körper ab – abhängig von Präparat und Dosierung.
Injektionen (intramuskulär oder intravenös)
Eine weniger invasive Alternative sind Injektionen. Dabei werden die Wirkstoffe in regelmäßigen Abständen – etwa monatlich oder in größeren Intervallen – verabreicht. Es sind keine operativen Eingriffe erforderlich, weshalb viele Patientinnen und Patienten diese Methode bevorzugen.
Medikamente auf Basis von Naltrexon
Eine weitere Medikamentengruppe basiert auf Naltrexon. Diese Substanzen blockieren das Gefühl der Euphorie beim Alkoholkonsum. Der Ansatz gilt als schonender für Herz und Leber, allerdings sind die Erfolgsraten etwas niedriger. Dafür ist das Risiko für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen geringer.
<h3Psychotherapeutische Kodierung
Manchmal liegt der Schlüssel zur Veränderung tiefer – im Unterbewusstsein. Psychotherapeutische Verfahren wie Hypnose (einschließlich des sogenannten Dowschenko-Verfahrens) oder Methoden aus dem Bereich des NLP zielen darauf ab, die inneren Motive und Einstellungen des Patienten zu beeinflussen.
Für wen psychotherapeutische Methoden besonders geeignet sind
Diese Form der Behandlung ist immer individuell. Der Therapeut berücksichtigt die persönliche Wahrnehmung, Denkweise und Suggestibilität des Patienten, um die passende Technik zu wählen. Besonders wirksam sind psychotherapeutische Ansätze häufig in frühen Stadien der Abhängigkeit, wenn Veränderungsprozesse noch leichter möglich sind.
Apparative Verfahren
Nicht jeder ist sofort bereit für intensive Gespräche mit einem Psychotherapeuten. In solchen Fällen kommen technische Verfahren wie Laserbehandlung oder magnetische Hirnstimulation zum Einsatz. Sie zielen darauf ab, die Aktivität des Nervensystems zu regulieren und das Verlangen nach Alkohol zu reduzieren.
Die Rolle apparativer Methoden im Gesamtkonzept
Dabei ist wichtig zu betonen, dass diese Verfahren in der Regel als unterstützende Maßnahmen betrachtet werden und meist mit psychotherapeutischen Elementen kombiniert sind.
Wie die medikamentöse Kodierung wirkt: Mechanismus und Risiken
Beispiel: Wirkungsweise von Disulfiram
Der Wirkmechanismus lässt sich gut am Beispiel von Disulfiram erklären. Normalerweise baut die Leber Alkohol in mehreren Schritten ab. Disulfiram blockiert einen dieser Schritte, sodass sich giftige Abbauprodukte im Körper anreichern. Die Folge sind starke Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern, Herzklopfen und Angstzustände – anstelle eines angenehmen Rauschzustands.
Warum Selbstbehandlung gefährlich ist
Der Betroffene erlebt dadurch eine Form der „negativen Konditionierung“: Jeder Alkoholkonsum ist mit stark unangenehmen Symptomen verbunden, die bis zu massiver Angst reichen können. Deshalb ist es äußerst wichtig, solche Medikamente nur unter ärztlicher Kontrolle einzusetzen. Eigenständige Experimente oder das Ignorieren von Gegenanzeigen können zu schweren Komplikationen und ernsthaften Gesundheitsrisiken führen.
Wo sollte die Behandlung stattfinden: zu Hause oder stationär?
Kodierung zu Hause – wann ist sie möglich?
In bestimmten Fällen, etwa bei Injektionen, kann die Behandlung auch im häuslichen Umfeld erfolgen. Ein Arzt kommt zum Patienten, führt eine kurze Untersuchung durch und verabreicht das Medikament. Nach einer kurzen Beobachtungszeit ist der Eingriff abgeschlossen.
Grenzen der Behandlung zu Hause
Allerdings bleibt der Betroffene in seiner gewohnten Umgebung mit all ihren Auslösern – etwa belastenden Beziehungen oder alten Trinkgewohnheiten. Eine kontinuierliche fachliche Unterstützung ist dort meist nicht gewährleistet.
Stationäre Behandlung – welche Vorteile sie bietet
In einer stationären Einrichtung stehen mehr Möglichkeiten zur Verfügung: Implantationen, mehrere psychotherapeutische Sitzungen oder eine vorherige Entgiftung können dort sicher durchgeführt werden. Besonders wichtig ist, dass bei Nebenwirkungen sofort medizinisches Personal zur Verfügung steht.
Warum die Kodierung nur der Anfang ist
Warum ein striktes „Verbot“ nur begrenzte Wirkung hat
Ein interessantes Paradoxon: Ein strenger Verzicht funktioniert oft nur in der Anfangsphase. Die tieferliegenden Probleme bleiben bestehen. Gewohnheiten, Stressbewältigungsmuster und emotionale Auslöser verschwinden nicht automatisch nach einer Injektion, einem Medikament oder einer Hypnosesitzung.
Rehabilitation und Unterstützung – die zweite Ebene der Behandlung
Deshalb ist eine weiterführende Rehabilitation entscheidend. Psychotherapie, psychologische Begleitung und Selbsthilfegruppen wie das „12-Schritte-Programm“ helfen dabei, neue Lebensstrategien zu entwickeln, sodass Abstinenz langfristig stabil bleiben kann.
Warum die Einbeziehung von Angehörigen wichtig ist
Die Unterstützung durch Familie und nahestehende Personen erhöht die Chancen auf eine stabile Remission erheblich. Ein bedeutender Teil langfristiger Erfolge steht in direktem Zusammenhang mit der Arbeit an familiären Beziehungen.
Abschließende Gedanken
Eine „Wunderlösung“ gegen Abhängigkeit in Form einer einzigen Tablette oder einer einmaligen Prozedur gibt es nicht.
Ohne die innere Bereitschaft zur Veränderung bleiben äußere Maßnahmen meist nur eine vorübergehende Hilfe – selbst wenn zunächst eine Erleichterung spürbar ist.
Fest steht jedoch: Ein ganzheitlicher Ansatz kann viel bewirken. Der Weg zur nachhaltigen Veränderung beginnt dort, wo Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen zusammenarbeiten und der Mensch Schritt für Schritt lernt, ein Leben ohne Alkohol als Stütze für das eigene Wohlbefinden aufzubauen.
Alles beginnt mit ehrlicher Selbstreflexion. Manchmal reicht bereits ein erstes Gespräch mit einem Facharzt, um neue Perspektiven für viele alkoholfreie Jahre zu erkennen – und dort ist deutlich mehr Licht.
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Нина M.
Мы с мужем много лет вместе, и за это время я убедилась: он пьёт нечасто, но если всё-таки начинается, то дело затягивается в долгий запой, из которого ему невероятно трудно выйти. В последний раз ситуация дошла до критической точки, я всерьёз испугалась за его жизнь. И мы оба поняли: следующий срыв может обернуться трагедией. Тогда вместе решили пройти кодирование. Результат превзошёл ожидания — муж полностью отказался от алкоголя, и у нас наконец наступила спокойная, размеренная, безалкогольная жизнь.

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Спасибо Евгению за помощь моему брату Роберту в борьбе с алкоголем. После кодирования Роберт буквально преобразился помолодел, что-ли, стал спокойнее. Он держится уже более полугода. Спасибо, Евгений, за высокий профессионализм и квалифицированную поддержку!

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Искренняя благодарность Евгению за добросовестную работу. Помогли вывести отца из состояния Алко-зависимости
